Ein wenig verspätet, aber immerhin doch folgt nun mein bisher erster Jahresrückblick überhaupt. Ich mache diesen mithilfe meines Fotoarchivs, das heißt es kann sein, dass etwas fehlt, weil ich gerade meine Kamera nicht dabei hatte. Eigentlich traurig, dass mein Gedächtnis so träge geworden ist, aber glücklicherweise war 2008 ein fotoreiches Jahr für mich.
Jänner: Das neue Jahr beginnt in einer Runde, wie sie unterschiedlicher kaum sein kann, am Reiterhof Lackner z’Stobach. Unsere Gastgeber Lisi und Peter bringen Stimmung auf durch wunderbares Essen, glühenden Punsch und Anekdoten aus dem Leben am Bauernhof, die man mehr als einmal hören kann (was man im Laufe des feuchtfröhlichen Abends auch macht) und die trotzdem nie langweilig werden. Jürgen und ich rutschen ohne Neujahrsvorsätze, aber mit genügend Glückwünschen der übrigen Gäste ins Neue Jahr 2008. Am 2. Jänner verabschieden wir uns von meinen zwei ehemaligen Schulfreundinnen Carina und Mel und deren Freunde sowie Familien und begeben uns im Schneematsch heimwärts.
Für alle Pferde- und Reitliebhaber, die gemütliche Ausritte in ländlicher Umgebung, Urlaub am Bauernhof oder einfach Kaffee und ein gutes Stück Kuchen in familiärer Atmosphäre lieben, hier der Link zu den Lackners: http://www.peter-lackner.at/
Auch im Jänner noch bekomme ich Zuwachs in meinem immer
noch relativ neuen Zuhause in Linz Urfahr – Bea und Amélie, die zwei Wasserschildkröten ziehen mit Sack und Pack ein. Inzwischen fühlen sie sich sehr wohl und sind mit großer Wahrscheinlichkeit beide keine Weibchen, sondern heranwachsende Gelbwangenmänner. Bea wurde deshalb in Aeb umgetauft, was ihm die gebührende Autorität verleiht, während mir für Amélie noch nicht wirklich ein guter Name eingefallen ist. Was soll’s, sie hören mich eh nicht…
Februar, März, April: Es scheint nicht viel passiert zu sein und für Mai und Juni finde ich keine Fotos – habe ich meinen Geburtstag verschlafen? Die Aquarienfotografie hat sich während dieser Monate allerdings zu einer Sucht entwickelt und somit die Fotografie allgemein.
Weiter geht’s mit Juli: Jürgen hat sich ebenfalls ein Aquarium
zugelegt, nachdem er stundenlang vor meinem in meiner Miniwohnung gesessen ist. Und kurz darauf gleich noch eins, denn die Guppyzucht als Futter für Aeb und Amélie trägt Früchte (oder besser gesagt Minifische). Die zwei Kröten lassen sich durch die millimeterkleinen Futterhäppchen aber nicht im geringsten stören, und so entsteht eine Guppykolonie, die bald in Jürgens neues Aquarium umgesiedelt wird. Dieses besitzt stolze Ausmaße, von denen die Kröten und auch ich nur träumen können. Meine Wohnung ist nicht viel größer als dieser gewölbte Glaskasten, den nun Prinzessinnen bevölkern. Diese kommen aus Burundi, was sie aber nicht daran stört, auch in unseren Gefilden ihr Revier tatkräftig zu verteidigen.
Mitte Juli sind wir außerdem eine Woche auf Urlaub. Ziel ist das Hotel Lindos Bay auf Rhodos. Nach ein paar Tagen erlangen wir die Erkenntnis, dass wir beide doof sind, womit dem gemeinsamen Plansch- und Von-der-Luftmatratze-fall-Glück nichts mehr im Wege steht. Wir schaffen es sogar, wenn auch unter gewaltigen Anstrengungen, gemeinsam zum Sonnenaufgang aufzustehen.

August: Mein erster Fotoauftrag! Er kommt von meinem Studienfreund Michael Paar und betrifft Portaitfotografie. Ich war sehr nervös und wusste zuerst gar nicht mehr, wie mit der Kamera umzugehen. Nach ein paar Fotos hat sich das aber gelegt und es sind doch ein paar brauchbare Resultate herausgekommen. Zum Schluss ging dann plötzlich mein gerade eine Woche zuvor aquirierter Ringblitz nicht mehr. Zwei Monate später, nach doppeltem Einsenden (die Firma wollte nicht an den Schaden glauben) kam er wieder funktionstüchtig zurück. Es handelt sich anscheinend um einen Wackelkontakt, weshalb ich jetzt einfach den betreffenden Schalter nicht mehr betätigen werde. Soviel zum Kundenservice von Dörr…

September: Wir haben einen Kurzurlaub in Bad Hofgastein eingeschoben, aber leider wirklich schlechtes Wetter erwischt. Insgesamt war’s sehr feucht, was einerseits am Regen gelegen ist, andererseits aber auch an den Wasserfällen und unserem Besuch in der Therme. Trotzdem war es eine willkommene Entspannung vor dem nahenden Unibeginn.
Oktober: Die Uni beginnt wieder und ich habe es diesmal rechtzeitig geschafft, mich auch für einen Kurs auf der JKU einzuschreiben – Spanisch Vorkurs Anfänger. Warum? Weil seit ein paar Monaten schon virtuelle Tickets für uns nach Nicaragua existieren, und zwar für 6. Dezember 2008 bis 6. Jänner 2009. Da ich über diese Reise bestimmt noch die ein oder anderen Worte verlieren werde, möchte ich hier nur so viel sagen: Die Vorlesung macht mir echt Spaß, und ich finde Spanisch bisher die schönste Sprache, die ich versucht habe zu lernen (im Vergleich zu Englisch, Latein, Französisch und Italienisch).
Dieses Monat habe ich auch begonnen, mit HDR zu experimentieren, ein paar Tutorials gemacht und letztendlich ein paar Versuche rund um Linz gestartet. Das erste interessante Ergebnis ist ein von roten Weinblättern bewachsenes Haus. Für alle, die es interessiert, was HDR ist und wie’s funktioniert, hier ein Link:
http://de.wikipedia.org/wiki/High_Dynamic_Range
November: Der Urlaubstermin Nicaragua rückt immer näher und es gilt, vieles vorzubereiten und auch einzukaufen. Ebenso wichtig ist es, sämtliche Impfungen aufzufrischen und eine Reiseapotheke zusammenstellen zu lassen. Ich hätte nie gedacht, dass es so viel zu tun geben würde!
Außerdem stehen letzte Besuche bei meinen Eltern (Innsbruck) und Großeltern (Waizenkirchen) an, ebenso bei
den Verwandten meines Freundes. Und sozusagen in letzter Sekunde schieben wir einen letzten Kurzurlaub ein, und zwar nach Hamburg, wo Michael, mein Studienfreund, seit ein paar Monaten Praktikum macht. Mit dem Wetter haben wir wieder kein besonderes Glück, außer am letzten Tag, aber Hamburg ist sogar bei Kälte und Regen sehr sehenswert und auch gemütlich, insbesondere in den schönen Einkaufszentren, Bars, Geschäften usw. Besonders empfehlen kann ich Samova, ein wunderschön eingerichtetes Teegeschäft mit sehr freundlicher Bedienung. Stylisch! http://www.samova.net/
Auch die Queen Mary 2 befand sich gerade im Hafen, besticht aber äußerlich hauptsächlich durch ihre Größe. Vielleicht sieht sie nach dem Service aber wieder etwas besser aus.
Ende November erleben wir noch den ersten Schnee diesen Winter, bevor wir uns am 6. Dezember endgültig der Kälte entziehen und uns auf den Weg nach wärmeren Gefilden machen: Nicaragua!