Schmetterlingsnudeln

Läuft euch das Wasser schön im Mund zusammen beim Betrachten dieses Bildes?
Sehr gut, denn dies wird mein erster Post mit Rezept sein – es entstand gestern fast ganz von selbst, aus der Not heraus, alle tiefgefrorenen Lebensmittel aufbrauchen zu müssen, damit ich in Ruhe meine Kühl-Gefrierkombination abtauen kann. Diese wächst nämlich seit Wochen immer weiter zu mit zwar wunderschönen, aber bitterkalten Eiskristallen. Inzwischen hat sie sogar wie Zähne wirkende Eiszapfen, sodass mich bei jedem Öffnen eine grausamere Fratze anstarrt. So entstehen aus reiner Haushälterfaulheit Ungeheuer (vergleiche auch: der gemeine Lurch).

Doch nun zu dem Rezept, welches sich insbesondere für Schwerverliebte eignet, aufgrund der angeblich aphrodisierenden Zutaten (gekennzeichnet mit /A/ zur individuellen Anpassung) und meiner Mengenangaben für 2.

Folgende Zutaten fand ich in meiner Küche:

  • 50g Butter
  • 3 Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten
  • 7 Zehen Knoblauch, gepresst /A/
  • 150 ml Gemüsesuppe
  • 1 TL geriebene Zitronenschale
  • 1 Handvoll Pfefferminzblätter, klein gehackt /A/
  • 1 Pkg tiefgekühlte Königsgarnelen (ca. 20 Stück) /A/
  • 125 ml Schlagobers
  • Salz, Pfeffer
  • 300g Schmetterlingsnudeln (Farfalle)

Und so wird’s gemacht:

Das Wasser für die Nudeln aufsetzen und diese nach Packungsangabe kochen. Die Zwiebelringe und den gepressten Knoblauch in der heißen Butter anschwitzen, dann mit der Suppe aufgießen. Die Zitronenschale und die Minze darin verteilen. Die Garnelen dazugeben und auf jeder Seite ca. 3 Minuten anbraten. Mit dem Schlagobers aufgießen und bei geringer Hitze noch etwas ziehen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die fertig gekochten Nudeln in schön tiefe Teller füllen, die Sauce darauf und noch ein frisches Blättchen Minze als Deko. Guten Appetit!

Gerne kaufe ich Tee bei dm, denn man bekommt dort mehr als nur das wunderbare Aufgussgetränk an sich.
Die Verpackung der „Symphonie in Gelb“ , ein aromatisierter Früchtetee mit dem Geschmack fruchtiger Mangos und exotischer Kokosnüsse der dmEigenmarke „DAS gesunde PLUS“ beliefert mich dazu noch mit einer der Farbpsychologie entlehnten Produktbeschreibung:

„Die Farbe Gelb entspannt, erheitert, strahlt und leuchtet. Sie steht für Optimismus, Freude und Kommunikation. Genießen Sie diese Momente mit Das gesunde Plus Symphonie in Gelb – einer fruchtig-frischen Teekomposition aus Mango und Kokos – denn Augenblicke der Heiterkeit sollte man auskosten.“

Der Tee beamt mich sozusagen in die exotische Karibik  mittels fruchtiger gelber Farbe und erheiterndem Geplappere. So weit, so gut. Diese produktverherrlichenden Gebrauchsgüterlitaneien bin ich ja schon gewohnt.
Doch die Warnung, die sich mir beim Öffnen des Papierbeutels offenbart, stimmt mich doch etwas nachdenklich:

„Zubereitung/Wichtiger Hinweis:
Pro Tasse einen Aufgussbeutel immer mit frischem, sprudelnd kochendem Wasser übergießen und zugedeckt ziehen lassen.
Nur so erhalten Sie ein sicheres Lebensmittel.“

WTF?
Das heißt, wenn ich 80°C heißes Wasser statt kochendem verwende, das Ganze unbedeckt  10 Minuten statt 8 ziehen lasse, hole ich mir eine Vergiftung? Weil mein Lebensmittel nicht sicher war, weil ich es falsch zubereitet habe? Oder wie? Das versichern mir „Markenqualität dm exklusiv“ und „Institut Fresenius regelmäßige Qualitätskontrolle“. Bei weiterer Lebensmittelunsicherheitsüberprüfung meinerseits konnte ich mich versichern, dass es sich eigentlich auch um keinen Übersetzungsfehler handeln kann, da: >>Hergestellt in Deutschland.

Daraufhin habe ich mich wagemutigst daran gemacht, den Tee nach dem Sicherheitsgebot korrekt zuzubereiten und dann auch zu probieren, auf die Gefahr hin  unter lautem Gurgeln und exotischer gelber Gesichtsfarbe vom Stuhl zu kippen.
Ich glaube, ich habe mich um eine Minute vertan.
Und sitze immer noch da.
Wie unspektakulär.

Zu seiner Verteidigung ist aber zu sagen, dass der Tee recht gut schmeckt. Fruchtig, ja. Frisch, naja. Freudig, optimistisch, kommunikativ und heiter? Nun ja, da gibt es wohl bessere Methoden, die vielleicht auch die Werbetexter von DAS gesunde PLUS mal ausprobieren sollten…

Schmetterling auf kunstblumeVorgenommen habe ich es mir ja schon lange, die Schmetterlingsausstellung im Botanischen Garten Linz einmal zu besuchen. Jedoch beim letzten Versuch zum Muttertag wurde ich von den Menschenmassen abgeschreckt, die sich mit Kinderwagen, Gehstock und Digicam bewaffnet, Richtung Eingang wälzten.

Diesmal jedoch war trotz Wochenende kaum Andrang, was wohl an der Jahreszeit liegt. Die tropischen Tiere und Pflanzen sind jedoch in einem Glashaus untergebracht, in dem nicht nur ihnen, sondern auch den Besuchern eine willkommene klimatische Änderung vom klassischen oberösterreichischen grauen Winterwetter gegönnt wird. Es gibt neben den Schmetterlingen wunderschöne und ausgefallene Orchideen, bunte Kamelien und amerikanische Schildkröten – Rot- und Gelbwangen hauptsächlich – zu bewundern. Die dichte Atmosphäre in dieser Vegetation zieht hinaus aus Linz, hinaus aus Österreich und weit weg in den Dschungel. Bis die ersten Kinder zu quengeln anfangen und die Omas, die sich mit der Kamera nicht auskennen, die riesengroßen, herumflatternden Schmetterlinge trotz Warnung vor dem Eingang gnadenlos anblitzen. Kein Wunder, dass einige der Tiere bereits tot herumliegen.

Zum Abschluss des halbstündigen Ausfluges geht’s noch ins Gartencafé Hoffelner, welches sich am Gelände des Gartens befindet. Dort gibt es eine große Auswahl an Tees, alle verschiedenen Sorten an Heiße Schokolade von Zotter, konditoreieigene Pralinen und Mehlspeisen. Ich lasse mir eine als Weichseltorte betitelte Schwarzwälder Kirsch bringen und bin erstaunt: bis auf die fabriksgebastelten Schokostreusel und Cocktailkirsche obendrauf schmeckt sie erstaunlich ähnlich wie die meiner Oma!

Ich kann den Botanischen Garten in Linz mit seinem Café uneingeschränkt weiterempfehlen und werde mich bald selbst wieder dort umschauen – spätestens zur nächsten Ausstellung (siehe: http://www.linz.at/umwelt/4175.asp)

Ein wenig verspätet, aber immerhin doch folgt nun mein bisher erster Jahresrückblick überhaupt. Ich mache diesen mithilfe meines Fotoarchivs, das heißt es kann sein, dass etwas fehlt, weil ich gerade meine Kamera nicht dabei hatte. Eigentlich traurig, dass mein Gedächtnis so träge geworden ist, aber glücklicherweise war 2008 ein fotoreiches Jahr für mich.

OrangenpunschJänner: Das neue Jahr beginnt in einer Runde, wie sie unterschiedlicher kaum sein kann, am Reiterhof Lackner z’Stobach. Unsere Gastgeber Lisi und Peter bringen Stimmung auf durch wunderbares Essen, glühenden Punsch und Anekdoten aus dem Leben am Bauernhof, die man mehr als einmal hören kann (was man im Laufe des feuchtfröhlichen Abends auch macht) und die trotzdem nie langweilig werden. Jürgen und ich rutschen ohne Neujahrsvorsätze, aber mit genügend Glückwünschen der übrigen Gäste ins Neue Jahr 2008. Am 2. Jänner verabschieden wir uns von meinen zwei ehemaligen Schulfreundinnen Carina und Mel und deren Freunde sowie Familien und begeben uns im Schneematsch heimwärts.

Für alle Pferde- und Reitliebhaber, die gemütliche Ausritte in ländlicher Umgebung, Urlaub am Bauernhof oder einfach Kaffee und ein gutes Stück Kuchen in familiärer Atmosphäre lieben, hier der Link zu den Lackners: http://www.peter-lackner.at/

Auch im Jänner noch bekomme ich Zuwachs in meinem immerSchildkröten noch relativ neuen Zuhause in Linz Urfahr – Bea und Amélie, die zwei Wasserschildkröten ziehen mit Sack und Pack ein. Inzwischen fühlen sie sich sehr wohl und sind mit großer Wahrscheinlichkeit beide keine Weibchen, sondern heranwachsende Gelbwangenmänner. Bea wurde deshalb in Aeb umgetauft, was ihm die gebührende Autorität verleiht, während mir für Amélie noch nicht wirklich ein guter Name eingefallen ist.  Was soll’s, sie hören mich eh nicht…

Februar, März, April: Es scheint nicht viel passiert zu sein und für Mai und Juni finde ich keine Fotos – habe ich meinen Geburtstag verschlafen? Die Aquarienfotografie hat sich während dieser Monate allerdings zu einer Sucht entwickelt und somit die Fotografie allgemein.

Weiter geht’s mit Juli: Jürgen hat sich ebenfalls ein AquariumFee von Burundi zugelegt, nachdem er stundenlang vor meinem in meiner Miniwohnung gesessen ist. Und kurz darauf gleich noch eins, denn die Guppyzucht als Futter für Aeb und Amélie trägt Früchte (oder besser gesagt Minifische). Die zwei Kröten lassen sich durch die millimeterkleinen Futterhäppchen aber nicht im geringsten stören, und so entsteht eine Guppykolonie, die bald in Jürgens neues Aquarium umgesiedelt wird. Dieses besitzt stolze Ausmaße, von denen die Kröten und auch ich nur träumen können. Meine Wohnung ist nicht viel größer als dieser gewölbte Glaskasten, den nun Prinzessinnen bevölkern. Diese kommen aus Burundi, was sie aber nicht daran stört, auch in unseren Gefilden ihr Revier tatkräftig zu verteidigen.

Mitte Juli sind wir außerdem eine Woche auf Urlaub. Ziel ist das Hotel Lindos Bay auf Rhodos. Nach ein paar Tagen erlangen wir die Erkenntnis, dass wir beide doof sind, womit dem gemeinsamen Plansch- und Von-der-Luftmatratze-fall-Glück nichts mehr im Wege steht. Wir schaffen es sogar, wenn auch unter gewaltigen Anstrengungen, gemeinsam zum Sonnenaufgang aufzustehen.
Lindos Bay, Rhodos sonnenaufgang, rhodos

August: Mein erster Fotoauftrag! Er kommt von meinem Studienfreund Michael Paar und betrifft Portaitfotografie. Ich war sehr nervös und wusste zuerst gar nicht mehr, wie mit der Kamera umzugehen. Nach ein paar Fotos hat sich das aber gelegt und es sind doch ein paar brauchbare Resultate herausgekommen. Zum Schluss ging dann plötzlich mein gerade eine Woche zuvor aquirierter Ringblitz nicht mehr. Zwei Monate später, nach doppeltem Einsenden (die Firma wollte nicht an den Schaden glauben) kam er wieder funktionstüchtig zurück. Es handelt sich anscheinend um einen Wackelkontakt, weshalb ich jetzt einfach den betreffenden Schalter nicht mehr betätigen werde. Soviel zum Kundenservice von Dörr…
Michael Paar, business Michael Paar

September: Wir haben einen Kurzurlaub in Bad Hofgastein eingeschoben, aber leider wirklich schlechtes Wetter erwischt. Insgesamt war’s sehr feucht, was einerseits am Regen gelegen ist, andererseits aber auch an den Wasserfällen und unserem Besuch in der Therme. Trotzdem war es eine willkommene Entspannung vor dem nahenden Unibeginn.

Oktober: Die Uni beginnt wieder und ich habe es diesmal rechtzeitig geschafft, mich auch für einen Kurs auf der JKU einzuschreiben – Spanisch Vorkurs Anfänger. Warum? Weil seit ein paar Monaten schon virtuelle Tickets für uns nach Nicaragua existieren, und zwar für 6. Dezember 2008 bis 6. Jänner 2009. Da ich über diese Reise bestimmt noch die ein oder anderen Worte verlieren werde, möchte ich hier nur so viel sagen: Die Vorlesung macht mir echt Spaß, und ich finde Spanisch bisher die schönste Sprache, die ich versucht habe zu lernen (im Vergleich zu Englisch, Latein, Französisch und Italienisch).

rothausDieses Monat habe ich auch begonnen, mit HDR zu experimentieren, ein paar Tutorials gemacht und letztendlich ein paar Versuche rund um Linz gestartet. Das erste interessante Ergebnis ist ein von roten Weinblättern bewachsenes Haus. Für alle, die es interessiert, was HDR ist und wie’s funktioniert, hier ein Link:
http://de.wikipedia.org/wiki/High_Dynamic_Range

November: Der Urlaubstermin Nicaragua rückt immer näher und es gilt, vieles vorzubereiten und auch einzukaufen. Ebenso wichtig ist es, sämtliche Impfungen aufzufrischen und eine Reiseapotheke zusammenstellen zu lassen. Ich hätte nie gedacht, dass es so viel zu tun geben würde!

Außerdem stehen letzte Besuche bei meinen Eltern (Innsbruck) und Großeltern (Waizenkirchen) an, ebenso beiQueen Mary 2 den Verwandten meines Freundes. Und sozusagen in letzter Sekunde schieben wir einen letzten Kurzurlaub ein, und zwar nach Hamburg, wo Michael, mein Studienfreund, seit ein paar Monaten Praktikum macht.  Mit dem Wetter haben wir wieder kein besonderes Glück, außer am letzten Tag, aber Hamburg ist sogar bei Kälte und Regen sehr sehenswert und auch gemütlich, insbesondere in den schönen Einkaufszentren, Bars, Geschäften usw. Besonders empfehlen kann ich Samova, ein wunderschön eingerichtetes Teegeschäft mit sehr freundlicher Bedienung. Stylisch! http://www.samova.net/

Auch die Queen Mary 2 befand sich gerade im Hafen, besticht aber äußerlich hauptsächlich durch ihre Größe. Vielleicht sieht sie nach dem Service aber wieder etwas besser aus.

Ende November erleben wir noch den ersten Schnee diesen Winter, bevor wir uns am 6. Dezember endgültig der Kälte entziehen und uns auf den Weg nach wärmeren Gefilden machen: Nicaragua!

Dank gutem Biologieprofessor im Gymnasium fiel es mir nie schwer, den Unterschied zwischen Muschel und Schnecke festzustellen und jedermann/-frau zu korrigieren. Somit ist dies eine besonders schöne Schnecke, weil sie ein Gewinde hat.

Natürlich sind alle Gebäude in Innsbruck mehr oder weniger bergnah, diese befinden sich jedoch alle drei im unteren Drittel der Nordkette und gefallen mir besonders, weil sie kaum Gemeinsamkeiten haben und doch alle eine gewisse Ästhetik.

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