Schmetterling auf kunstblumeVorgenommen habe ich es mir ja schon lange, die Schmetterlingsausstellung im Botanischen Garten Linz einmal zu besuchen. Jedoch beim letzten Versuch zum Muttertag wurde ich von den Menschenmassen abgeschreckt, die sich mit Kinderwagen, Gehstock und Digicam bewaffnet, Richtung Eingang wälzten.

Diesmal jedoch war trotz Wochenende kaum Andrang, was wohl an der Jahreszeit liegt. Die tropischen Tiere und Pflanzen sind jedoch in einem Glashaus untergebracht, in dem nicht nur ihnen, sondern auch den Besuchern eine willkommene klimatische Änderung vom klassischen oberösterreichischen grauen Winterwetter gegönnt wird. Es gibt neben den Schmetterlingen wunderschöne und ausgefallene Orchideen, bunte Kamelien und amerikanische Schildkröten – Rot- und Gelbwangen hauptsächlich – zu bewundern. Die dichte Atmosphäre in dieser Vegetation zieht hinaus aus Linz, hinaus aus Österreich und weit weg in den Dschungel. Bis die ersten Kinder zu quengeln anfangen und die Omas, die sich mit der Kamera nicht auskennen, die riesengroßen, herumflatternden Schmetterlinge trotz Warnung vor dem Eingang gnadenlos anblitzen. Kein Wunder, dass einige der Tiere bereits tot herumliegen.

Zum Abschluss des halbstündigen Ausfluges geht’s noch ins Gartencafé Hoffelner, welches sich am Gelände des Gartens befindet. Dort gibt es eine große Auswahl an Tees, alle verschiedenen Sorten an Heiße Schokolade von Zotter, konditoreieigene Pralinen und Mehlspeisen. Ich lasse mir eine als Weichseltorte betitelte Schwarzwälder Kirsch bringen und bin erstaunt: bis auf die fabriksgebastelten Schokostreusel und Cocktailkirsche obendrauf schmeckt sie erstaunlich ähnlich wie die meiner Oma!

Ich kann den Botanischen Garten in Linz mit seinem Café uneingeschränkt weiterempfehlen und werde mich bald selbst wieder dort umschauen – spätestens zur nächsten Ausstellung (siehe: http://www.linz.at/umwelt/4175.asp)