Klangwolke 2010 – Viel Lärm um nichts
Letztes Wochenende war’s wieder soweit: die diesjährige Klangwolke lockte tausende Menschen aus allen Himmelsrichtungen an die Donaulände in Linz. Die meisten davon dürften recht enttäuscht wieder heimgegangen sein.
Als Einstieg in die Geschichte diente eine Art Bahnhofsdurchsage, ohne erkennbaren Sinn aneinandergereihte Sätze schallten fast unverständlich durch die Lautsprecher. Doch schon bald ging’s los mit der Action und man konnte die Geschichte dahinter getrost vergessen. Wenn eine Dampflok mit angehängtem Railjet scheinbar auf der Donau hin- und herfährt, eine leichtbekleidete Artistin an einem Seil vom Hubschrauber baumelt und bunte Laserstrahlen mit den Visuals am AEC um die Wette leuchten, wen interessiert da die Geschichte des Projektes Babyjet? Action ist gefragt, und die wurde dem Publikum zum Teil auch geboten. Nach einer Weile wurden jedoch auch die fliegende Lok und der schwimmende Bus langweilig und man freute sich über das erlösende Feuerwerk, welches spektakulärerweise vom Christophorus-Hubschrauber abgeschossen wurde und somit das Highlight der Vorstellung bedeutete.
Wer trotzdem an der Story interessiert ist, dem sei die Pressemappe über die Klangwolke 2010 zu empfehlen. Die Geschichte ist nämlich eigentlich durchaus durchdacht und interessant, nur leider wurde in der Aufführung mehr Augenmerk auf Spezialeffekte gelegt als auf Verständlichkeit.
http://www.brucknerhaus.at/www1/de/PDFs/2010/Pressemappe_Klangwolke_2010.pdf

