You are currently browsing the category archive for the 'Makro' category.
Gerne kaufe ich Tee bei dm, denn man bekommt dort mehr als nur das wunderbare Aufgussgetränk an sich.
Die Verpackung der „Symphonie in Gelb“ , ein aromatisierter Früchtetee mit dem Geschmack fruchtiger Mangos und exotischer Kokosnüsse der dmEigenmarke „DAS gesunde PLUS“ beliefert mich dazu noch mit einer der Farbpsychologie entlehnten Produktbeschreibung:
„Die Farbe Gelb entspannt, erheitert, strahlt und leuchtet. Sie steht für Optimismus, Freude und Kommunikation. Genießen Sie diese Momente mit Das gesunde Plus Symphonie in Gelb – einer fruchtig-frischen Teekomposition aus Mango und Kokos – denn Augenblicke der Heiterkeit sollte man auskosten.“
Der Tee beamt mich sozusagen in die exotische Karibik mittels fruchtiger gelber Farbe und erheiterndem Geplappere. So weit, so gut. Diese produktverherrlichenden Gebrauchsgüterlitaneien bin ich ja schon gewohnt.
Doch die Warnung, die sich mir beim Öffnen des Papierbeutels offenbart, stimmt mich doch etwas nachdenklich:
„Zubereitung/Wichtiger Hinweis:
Pro Tasse einen Aufgussbeutel immer mit frischem, sprudelnd kochendem Wasser übergießen und zugedeckt ziehen lassen.
Nur so erhalten Sie ein sicheres Lebensmittel.“
WTF?
Das heißt, wenn ich 80°C heißes Wasser statt kochendem verwende, das Ganze unbedeckt 10 Minuten statt 8 ziehen lasse, hole ich mir eine Vergiftung? Weil mein Lebensmittel nicht sicher war, weil ich es falsch zubereitet habe? Oder wie? Das versichern mir „Markenqualität dm exklusiv“ und „Institut Fresenius regelmäßige Qualitätskontrolle“. Bei weiterer Lebensmittelunsicherheitsüberprüfung meinerseits konnte ich mich versichern, dass es sich eigentlich auch um keinen Übersetzungsfehler handeln kann, da: >>Hergestellt in Deutschland.
Daraufhin habe ich mich wagemutigst daran gemacht, den Tee nach dem Sicherheitsgebot korrekt zuzubereiten und dann auch zu probieren, auf die Gefahr hin unter lautem Gurgeln und exotischer gelber Gesichtsfarbe vom Stuhl zu kippen.
Ich glaube, ich habe mich um eine Minute vertan.
Und sitze immer noch da.
Wie unspektakulär.
Zu seiner Verteidigung ist aber zu sagen, dass der Tee recht gut schmeckt. Fruchtig, ja. Frisch, naja. Freudig, optimistisch, kommunikativ und heiter? Nun ja, da gibt es wohl bessere Methoden, die vielleicht auch die Werbetexter von DAS gesunde PLUS mal ausprobieren sollten…
Vorgenommen habe ich es mir ja schon lange, die Schmetterlingsausstellung im Botanischen Garten Linz einmal zu besuchen. Jedoch beim letzten Versuch zum Muttertag wurde ich von den Menschenmassen abgeschreckt, die sich mit Kinderwagen, Gehstock und Digicam bewaffnet, Richtung Eingang wälzten.
Diesmal jedoch war trotz Wochenende kaum Andrang, was wohl an der Jahreszeit liegt. Die tropischen Tiere und Pflanzen sind jedoch in einem Glashaus untergebracht, in dem nicht nur ihnen, sondern auch den Besuchern eine willkommene klimatische Änderung vom klassischen oberösterreichischen grauen Winterwetter gegönnt wird. Es gibt neben den Schmetterlingen wunderschöne und ausgefallene Orchideen, bunte Kamelien und amerikanische Schildkröten – Rot- und Gelbwangen hauptsächlich – zu bewundern. Die dichte Atmosphäre in dieser Vegetation zieht hinaus aus Linz, hinaus aus Österreich und weit weg in den Dschungel. Bis die ersten Kinder zu quengeln anfangen und die Omas, die sich mit der Kamera nicht auskennen, die riesengroßen, herumflatternden Schmetterlinge trotz Warnung vor dem Eingang gnadenlos anblitzen. Kein Wunder, dass einige der Tiere bereits tot herumliegen.
Zum Abschluss des halbstündigen Ausfluges geht’s noch ins Gartencafé Hoffelner, welches sich am Gelände des Gartens befindet. Dort gibt es eine große Auswahl an Tees, alle verschiedenen Sorten an Heiße Schokolade von Zotter, konditoreieigene Pralinen und Mehlspeisen. Ich lasse mir eine als Weichseltorte betitelte Schwarzwälder Kirsch bringen und bin erstaunt: bis auf die fabriksgebastelten Schokostreusel und Cocktailkirsche obendrauf schmeckt sie erstaunlich ähnlich wie die meiner Oma!
Ich kann den Botanischen Garten in Linz mit seinem Café uneingeschränkt weiterempfehlen und werde mich bald selbst wieder dort umschauen – spätestens zur nächsten Ausstellung (siehe: http://www.linz.at/umwelt/4175.asp)















